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Italiens Regierung stoppt erneut die Öffnung der Skigebiete

Auf Skiern stand ich schon als Kind und kann es seitdem jeden Winter aufs Neue kaum erwarten wieder auf die Piste zu kommen. Deshalb ist es umso schöner, dass ich nach meinem Studium in Medien und Kommunikation einen Job als Redakteurin bei Skigebiete-Test gefunden habe, in dem sich alles um mein Lieblings-Hobby dreht. Wenn ihr Fragen zu mir oder rund um das größte Wintersportportal... Mehr erfahren

aktualisiert am Feb 16, 2021

Eigentlich hätte die Skisaison in Teilen des Landes heute, am 15. Februar 2021, starten sollen. Doch am Sonntagabend – nur wenige Stunden vor der geplanten Öffnung der Lifte – zieht die italienische Regierung in Rom erneut die Reißleine und verlängert das bestehende Wintersport-Verbot. Die Skigebiete in Italien bleiben somit noch mindestens bis Anfang März geschlossen.

Angst vor Virus-Mutationen

Bereits im Januar wurde in Italien die Öffnung der Skigebiete nur wenige Tage vor dem geplanten Start wieder abgesagt (wir berichteten). Jetzt wiederholt sich die Geschichte. Nur einen Tag vor dem Saisonstart in vielen Skiregionen stoppt die italienische Regierung erneut die Öffnung der Skigebiete. Gesundheitsminister Speranza verlängert das bestehende Wintersport-Verbot für Freizeitsportler bis zum 5. März.

Virologen hatten zuvor vor einer Öffnung der Skigebiete gewarnt. Grund dafür sind die steigenden Infektionszahlen in Italien. Der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag zuletzt bei 130. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Wert aktuell bei 59. Sorge bereitet aber vor allem auch das erhöhte Risiko durch die neuen Virus-Mutationen. Insbesondere die britische Mutation sei in Italien bereits weit verbreitet.

>> Corona-Ticker: Aktuelle Lage in den Skigebieten

Saisonstart frühestens im März

Skigebiete in orangen Zonen, wie Obereggen, hätten ohnehin noch nicht öffnen dürfen.
zur Webcam   © Feratel Skigebiete in orangen Zonen, wie Obereggen, hätten ohnehin noch nicht öffnen dürfen.

Je nach Infektionsgeschehen sind in Italien die Regionen in verschiedene Risikoklassen eingeordnet: weiß, gelb, orange und rot. Die Skigebiete in den orangen Zonen wie Trentino und Ligurien, hätten nach den geltenden Corona-Vorschriften des Landes ohnehin nicht öffnen dürfen. Auch in Südtirol (ebenfalls orange) ist der Skibetrieb aufgrund des neuen Lockdowns ohnehin frühestens ab Anfang März möglich (wir berichteten).

Die Regionen in den gelb eingestuften Zonen hatten jedoch fest mit einer Öffnung der Skigebiete in dieser Woche gerechnet. Erst vor 10 Tagen hatte die Regierung die Erlaubnis zur Öffnung in gelben Zonen ab dem 15. Februar bestätigt. In der Lombardei, wo unter anderem Livigno liegt, sollten die Lifte gleich am Montag starten. In Venetien und im Aostatal war die Öffnung dann im Laufe der Woche geplant. Nun soll das Wintersport-Verbot auch in den gelben Zonen weiterhin gelten. Ein Saisonstart in Italien ist damit frühestens am 6. März möglich.

>> Skigebiete in Italien

Frust in den Skiregionen

Wie groß die Enttäuschung ist, zeigt u.a. die Ankündigung der anhaltenden Schließung auf der Website des Skigebiets Livigno.
© Livigno   Wie groß die Enttäuschung ist, zeigt u.a. die Ankündigung der anhaltenden Schließung auf der Website des Skigebiets Livigno.

Der Ärger über die erneute, kurzfristige Absage ist groß. Die Skigebiete hatten in den letzten Monaten viel in neue Sicherheits- und Hygienekonzepte investiert. „Wir haben riesige Summen ausgegeben, um uns an die Sicherheitsvorkehrungen anzupassen und trotzdem können wir jetzt nicht starten“, so Beppe Bonseri, Sprecher der Skianlagen-Betreiber von Santa Caterina Vafurva in der Lombardei. Auch der Präsident des Verbands Uncem von Berggemeinden zeigte sich ernüchtert: „Die Saison ist für viele Betreiber vorbei.“ Alberto Cirio, Präsident der Region Piemont, kündigte bereits an, mit rechtlichen Schritten gegen den Beschluss vorzugehen. 

Die laufende Alpine Ski-WM 2021 in Cortina d'Ampezzo ist von dem Wintersport-Verbot nicht betroffen. Noch bis Sonntag, 21. Februar finden hier die Rennen wie geplant statt.
>> Ski-WM in Cortina: Progamm, Startlisten und Ergebnisse
>> Zum Medaillenspiegel

Verschärfung der Einreiseregeln

Seit Sonntag, 14. Februar gelten in Italien außerdem verschärfte Regeln für die Einreise aus Österreich. Wer sich länger als 12 Stunden in Österreich aufgehalten hat, muss nach der Einreise nach Italien für 14 Tage in Quarantäne. Freitesten ist nicht möglich. Auch ein negativer Test bei der Einreise befreit nicht von der Quarantänepflicht. Nach der Einreise ist innerhalb von 48 Stunden ein zweiter Test nötig, sowie ein erneuter Test am Ende der Quarantänezeit. Einzelne Personengruppen, wie Berufspendler, sind von dieser Regel ausgenommen.

Mit den Verschärfungen reagiert Italien auf die Verbreitung der südafrikanischen Virus-Mutation in Österreich. Auch Deutschland hat am Wochenende die Einreisebeschränkungen für Tirol verschärft.

Für die übrigen EU-Länder gilt bei der Einreise nach Italien weiterhin die Voraussetzung eines negativen PCR- oder Antigen-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Mit einem negativen Test und einer Einreiseerklärung ist die Einreise möglich. Es gibt allerdings Einschränkungen für Reisen innerhalb Italiens.

>> Skifahren im Corona-Winter: So sieht es in den Ländern aus

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